Über die drohende Schließung des beliebten und traditionsreichen Gymnasiums Nonnenwerth ist viel gesagt worden – nur die Hauptakteure in der Politik halten sich bisher merkwürdig zurück. Dabei ist die Schule geradezu ein Aushängeschild der Schullandschaft in Rheinland-Pfalz: Sie ist nicht nur für die exzellente Qualität ihrer Lehre bekannt, sondern auch für ein einmaliges Zusammengehörigkeitsgefühl, das wirkliche Spitzenleistungen erst möglich macht.

Aktuell haben wieder Nonnenwerther (im MINT-Bereich sehr stark aufgestellten Schule) die 1. Runde der internationalen Biologie-Olympiade gemeistert. Der Erfolgt reiht sich ein in viele weitere und unterstreicht die Bedeutung, die Nonnenwerth als Image-Träger für das ganze Land hat.

Die Leistung konnte auch von der nach wie vor bedrückenden und ungelösten Situation rund um die beabsichtigte Schließung nicht geschmälert werden. Denn hier wird gelebt, was auch politische Vertreter immer als wichtig betonen: Solidarität, Leistungsbereitschaft, Engagement.

In Deutschland zeigt die Politik derzeit in vielen Bereichen, was alles möglich ist, wenn man neue Wege zu gehen bereit ist, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Pandemie.

Wie passt da zusammen, dass einerseits Bürgermeister in Rheinland-Pfalz und NRW Seite an Seite mit Eltern und Schülern um den Erhalt dieser Schule kämpfen und andererseits ausgerechnet die politischen Vertreter auf Landesebene kein Signal geben? Wie wäre es, wenn auch die Landesregierung sich nicht nur über Titel und Preise freuen, sondern sich aktiv für den Erhalt der Schule engagieren würde?

Hier geht es um mehr als eine Schule. Hier geht es um die Zukunft und die Lebensperspektiven hunderter junger Menschen, die genau die Ideale tagtäglich leben, die in unserer Gesellschaft so hochgehalten werden. Es geht um die Frage, ob Investoreninteressen der Politik wichtiger sind als die Interessen der Gesellschaft. Die mehr als skandalösen Umstände der beabsichtigten Schließung müssen dafür nicht noch einmal einzeln aufgeführt werden.

Mittlerweile haben die betroffenen Eltern selbst neue Wege beschritten: Der Verein Rettet Nonnenwerth e. V. sammelt Spendengelder, die für den Kauf der Insel und die Übernahme der Trägerschaft verwendet werden sollen – und zwar zweckgebunden. https://gymnasium-nonnenwerth.de/spenden/

Rettet Nonnenwerth e.V.

IBAN: DE43 5775 1310 1000 5745 49

BIC: MALADE51AHR (Kreissparkasse Ahrweiler)

nonnenwerth.payrexx.com

Sollte der Plan scheitern, erhalten alle Spender ihr Geld zurück. Jedoch, er wird aufgehen. „Wir schaffen das und retten Nonnenwerth“ Die Schulgemeinschaft ist stärker denn je.

Damit er Realität werden kann, dafür braucht es allerdings mehr als warme Worte. Die Landesregierung und der Landtag sind am Zug – und zwar mit Taten.

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