So sind Solimans Worte gemeint, wenn er sagt….

Soliman im Brief an die Eltern zur Begründung der Schulschließung:

„Eine weitere Verlängerung der Duldung wird es nach der Aussage des Kreises nur dann geben können, wenn wir ein langfristiges Brandschutz-Konzept für die gesamte Immobilie vorlegen, und nicht nur den schulisch genutzten Bereich. Die Umsetzung ein solchen Konzepts für 21.000 qm Denkmal benötigt viel Zeit und ein entsprechendes Investment. Die für den Brandschutz erforderlichen Baumaßnahmen, z.B. der Einbau einer Sprinkler-Anlage, ist ein deutlicher Eingriff in die Bausubstanz. Dies führt unweigerlich dazu, dass der Bestandsschutz verloren geht. „

Fakt ist:

Die Kreisverwaltung erteilte aufgrund der erfolgten Maßnahmen im Sommer eine befristete Duldung und stellt bereits eine längerfristige Duldung in Aussicht, wenn ein Plan (!) zur Behebung der Brandschutzmängel durch den Träger vorgelegt wird.
Kostenschätzung: die größte Kostenpositionen ist eine „Sprinkleranlage“, die der Gebäuderettung dient. Für den Schulbetrieb ist jedoch die Personenrettung zwingend erforderlich. Logischerweise dann NICHT für die gesamte Immobilie. Hierfür werden die Kosten weit unter einer Million geschätzt.
An dieser Sprinkleranlage hängt sich alles weitere auf: Eingriff in die Gebäudesubstanz, woraus sich Vorschriften wie größere Räume ergeben würden…

„Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, dass wir den Schulbetrieb bis zu den Sommerferien aufrechterhalten wollen.  Somit […] geben wir … der MSS 12 die Möglichkeit, ihr Abitur planmäßig abzulegen. Dies hängt allerdings in erster Linie davon ab, dass wir bis zum Ende des Schuljahres ausreichend Lehrkräfte zur Verfügung haben, um entsprechenden Unterricht anbieten zu können. Wir werden alles versuchen, um den Schulunterricht bis zum letzten Tag in der notwendigen Qualität abzusichern.“

Fakt ist:

Gleichzeitig mit der Elterninformation lässt Soliman vielen Lehrern und Mitarbeitern die betriebsbedingten Kündigungen per Boten zustellen. Teilweise werden Arbeitsverhältnisse von Lehrkräften schon zum 31.03.2022 gekündigt.

Am 15.11.2021 wurde den betroffenen Lehrern „öffentlichkeitswirksam“ eine „Bleibe-Prämie“ angeboten. Der Erhalt der Prämie ist jedoch mit einer Bedingung verbunden: Die betroffenen Lehrer bestätigen mit dem Erhalt die Rechtmäßigkeit der Kündigung und verzichten auf eine Abfindung.

Dieser Umgang mit den Angestellten war leider zu erwarten, deshalb haben alle rechtzeitig Anwälte zur Seite gestellt bekommen.

6 Kommentare

  1. Hört sich alles ein wenig an wie im Märchen „1001 Nacht“ leider, jedoch ist es aktuelle Realität. Wir streben weiter das Ziel an, dass wir sagen können „… und wenn sie nicht gestorben sind, lernen die Schülerinnen und Schüler noch heute auf der Insel!“ HAPPY END

  2. Man muss allerdings fairerweise sagen, dass neben der Personenrettung auch die Gebäuderettung ein berechtigtes Interesse eines Immobilienbesitzers ist. Es ist natürlich trotzdem nicht richtig, so zu tun, als ob Dritte eine Sprinkleranlage gefordert hätten.

  3. Christine Heinrich

    Sollte man nicht auch versuchen die Kirche hier mehr in die Pflicht zu nehmen? Diese hat doch ursprünglich durch den Verkauf mit einem offensichtlich so wackeligen Konstrukt die ganze Misere verursacht. So verabscheuungswürdig das Verhalten dieses Hr. Soliman ist – damals beim Verkauf waren anscheinend auch Profitinteressen seitens der Kirche im Spiel. Sonst hätte man doch damals den Eltern ein günstiges Angebot zur Übernahme der Schule unterbreiten können?
    Jedenfalls könnte sie hier jetzt wenigstens helfen.

  4. Ist es bekannt zu welchen Konditionen und unter welchen Auflagen die Kirche, unsere Kirche, verkauft hat ?

  5. Ist es bekannt zu welchen Konditionen und unter welchen Auflagen die Kirche, unsere Kirche, verkauft hat ? Wie sahen die Bedingungen aus.

  6. Dr. med. Gisela Thieme

    An Herrn S. und den Beteiligten in Konsortien und Holdings!

    Profitgier gegen Bildung! Die Schüler, die ihre Schule so positiv bewerten, und ihre Eltern sowie alle am und für das Gymnasium sich einsetzenden Menschen sind zu bewundern und zu unterstützen. In der Region wird so ein Gymnasium gebraucht! Viele bemühen sich jetzt um Erhalt der Bildungseinrichtung – offenbar auch durch anzubietende finanzielle Lösungen, um damit das Schließen einer BILDUNGSEINRICHTUNG ZU VERHINDERN. Das Verhalten des direkt verantwortlichen Herrn S. sowie des, wie es erscheint, ziemlich ominös sich verhaltenden Konsortium oder Holding soll weit und breit bekannt werden. Das Verhalten vieler, die im Immobilienhandel tätig sind, und die sich offensichtlich nur um den Profit kümmern ist bekümmernd. Nur dadurch, dass immer wieder darauf aufmerksam gemacht wird, kann es der Allgemeinheit bekannt werden (und ist vielfach bereits), dass in diesen Branchen manches ziemlich unethisch abläuft. Durch die allgemeine Aufmerksamkeit und auch durch die Politik mag manches verhindert oder gemildert werden. In diesem einem Fall wirkt sich die Schließung des Gymnasiums negativ auf die örtlich betroffenen vielen Jugendlichen aus und auf alle, die sich um deren Wohlergehen und deren Bildung sich kümmern; darüber hinaus ist zu beachten, dass ihre Arbeitsplätze vernichtet werden. In Immobilienbranchen, den Konsortien oder Holdings sitzen schließlich auch fühlende Menschen, die gewiss ihr eigenes Verhalten noch einmal mit Sicht auf die Betroffenen überdenken mögen gemeinsam mit den Verantwortlichen der Region.
    Es mögen sich Lösungen finden, die dem Wohl der nun Betroffenen und nicht allein der Vermehrung von Profit von Wenigen dient.

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